6 Tipps für den optimalen Checkout im Onlineshop

Eylem

Online Marketing Management

4 min Lesezeit

Der Checkout-Prozess, also der Prozess in dem sich der Kunde befindet, um das Produkt zu erwerben, ist für einen Online Shop besonders von Bedeutung. Denn hier wird der Kunde zum tatsächlichen Käufer. Ist der Checkout kompliziert und nicht benutzerfreundlich aufgebaut, kann es schnell passieren, dass der Kunde den Shop verlässt, ohne die Ware zu kaufen. Laut einer Umfrage des Baumart Institute brechen durchschnittlich über 69% der Verbraucher ihren Bestellvorgang im Checkout ab. Doch was ist der Grund? 

DER CHECKOUT-PROZESS ALS URSACHE FÜR VIELE KAUFABBRÜCHE

Führe dir einmal vor Augen, dass deine Besucher den Shop mit einer Kaufabsicht betreten. Der passende Artikel wurde entdeckt und erfolgreich in den Warenkorb gelegt. Anschließend geht es weiter zum Checkout-Prozess. Doch dann passiert etwas sehr unerwartetes und der Kauf wird abgebrochen. 

In vielen Fällen sind es ähnliche Schwächen im Checkout-Prozess, die für den Kaufabbruch verantwortlich sind. Wir klären die offenbaren Hintergründe auf und geben dir 6 relevante Praxistipps, mit denen du deine Abbruchquote im Online Shop minimieren kannst. 

CHECKOUT-PROZESS SCHWACHSTELLEN: 6 Tipps für den optimalen Checkout 

TIPP 1: EINEN ÜBERSICHTLICHEN CHECKOUT-PROZESS ANBIETEN 

Insgesamt solltest du auf eine userfreundliche Gestaltung des Checkout-Prozesses achten. Je einfacher, schneller und komfortabler ein Kunde durch den Checkout-Prozess geleitet wird, desto wahrscheinlicher, dass es zu einem erfolgreichen Abschluss kommt. Achte auf die Übersichtlichkeit des gesamten Ablaufs, lege einzelne Stationen und Phasen fest und beschreibe, was hier jeweils geschehen soll. Dabei sollte der Kunde nicht mit zu vielen Informationen erschlagen werden. Wesentliche Informationen in Blöcke gruppiert, helfen dem Kunden sich auf den aktuellen Bereich zu konzentrieren bevor es zum nächsten Schritt geht. 

TIPP 2: EINE EINFACHE CHECKOUT-ARCHITEKTUR MIT VISUELLEN CHECKPOINTS

Der Kaufabschluss-Prozess sollte möglichst einfach sein, damit der Kunde nicht die Lust am Einkaufen verliert. Dennoch braucht der Workflow insgesamt eine gewisse Struktur. Der Nutzer sollte den Überblick nicht verlieren und deutlich erkennen können, welche Schritte er bereits absolviert hat und welche noch vor ihm liegen.  

Als Hilfsmittel eignet sich hier eine Prozessanzeige bzw. ein Fortschrittsbalken, der veranschaulicht, bei welchem Schritt des Checkout-Prozesses der Kunde sich befindet. Das sorgt für Orientierung und kann in dem Fall auch wie ein kleines Erfolgserlebnis wirken, wenn es deutlich wird, dass der Checkout-Prozess schon bald abgeschlossen ist. 

Erfahrungsgemäß ist ein strukturierter Checkout-Prozess optimal, der in 3 Schritten abzuschließen ist. Denn es kann sehr unübersichtlich werden, wenn der Checkout auf lediglich einen Schritt begrenzt ist. Zudem heißt ein „Onestepcheckout“ im Umkehrschluss das Ausfüllen eines langen Formulars. Dadurch können sich Fehler leichter einschleichen und das demotiviert den Kunden beim Kauf. 

TIPP 3: GASTBESTELLUNGEN OHNE REGISTRIERUNG ERMÖGLICHEN 

Viele Neukunden empfinden es als unangenehm, sich vor dem Einkauf registrieren zu müssen. 

Dies kostet zum einen Zeit und Neukunden wollen sich zunächst einmal von dem Angebot und Service des Onlineshops selbst ein Bild machen können, um sich anschließend für eine Registrierung zu entscheiden. 

Verlangt ein Shopbetreiber vor dem Kaufabschluss noch die Registrierung, so drohen in der Folge Kaufabbrüche. 

Für einen optimalen Checkout ist als Alternative die Möglichkeit eines Gastzugangs vorteilhaft. Dabei kann nach einer erfolgreichen Bestellung ruhig auf Vorteile hingewiesen werden, die mit einer Registrierung verbunden sind. Du solltest aber auf jeden Fall klar herausheben, dass der Kunde auch als Gast reibungslos bestellen kann. 

TIPP 4: FÜR MOBILE GERÄTE OPTIMIEREN

Die mobile Internetnutzung ist in einer stetigen Entwicklung. 
Viele Onlineshops sind noch nicht auf die mobilen Endgeräte optimiert. Dabei ist es völlig normal geworden, per Smartphone auf Shopping-Tour zu gehen. Damit dieser Kunde seinen Einkauf nicht abbricht, sollte der Checkout natürlich responsive sein und die Ladezeit muss möglichst gering gehalten werden. Große Bilddateien und komplexe Skripte sind im mobilen Checkout tabu! Außerdem nutzt die Möglichkeiten des Smartphones beispielsweise mit der Zahlentastatur für die Eingabe von Telefonnummern, Postleitzahlen und ähnlichem. Es gilt, je komfortabler der Shopping-Vorgang mit dem Smartphone, desto weniger die Abbruchquote im Shop. 

TIPP 5: AUF DIE NÖTIGSTEN DATEN BEGRENZEN 

Für viele Kunden ist die Angabe der persönlichen Daten ein nerviges Thema. Deshalb gilt hier: Frage deine Kunden nur so viele Informationen wie nötig ab. Hier solltest du deine Kunden auch stets auf die geltenden Datenschutzrichtlinien hinweisen. 

Außerdem solltest du bei der Abfrage von personenbezogenen Daten auf einige wichtige Kriterien achten. So sollten wichtige Pflichtfelder offensichtlich gekennzeichnet werden, zum Beispiel mit Hilfe von Sternchen. Sorge dafür, dass die Kommunikation jederzeit transparent ist und die benötigten Daten nachvollziehbar und richtig sind. Kunden schätzen es sehr, dass während der Dateneingabe eine sofortige Fehlermeldung gegeben wird, wenn die Informationen Fehler enthalten oder nicht zu dem abgefragten Feld passen.  

TIPP 6: VERTRAUEN UND TRANSPARENZ SCHAFFEN  

Hol dir das Vertrauen deiner Kunden, indem du deinen Checkout Prozess transparent gestaltest. Der Kunde sollte jederzeit die Kontrolle behalten und nicht das Gefühl haben über Rechtliches wie Widerrufsbedingungen im Dunkeln gelassen zu werden. Auch im Checkout kann ein Hinweis auf die SSL Verschlüsselung oder bekannte Gütesiegel Sicherheit vermitteln. Das Angebot einer Hotline oder eines Chats mit Mitarbeitern kann bei Problemen Abhilfe schaffen und der Kunde fühlt sich nicht im Stich gelassen.

 

Der Checkout-Prozess der die letzte Hürde, die ein Kunde durchlaufen muss, bevor er eine Bestellung erfolgreich platziert hat. Eine Vielzahl an Fehlern und Schwächen resultieren dazu, dass Kunden anspringen. Einige Praxistipps können dir helfen, deinen Checkout-Prozess zu optimieren.  Eigentlich muss du dich um diese Maßnahmen natürlich nicht selbst kümmern. Schlau ist, wer direkt bei der Entwicklung seines Online Shops auf einen optimierten Checkout achtet. Im Magento-Extension-Urwald gibt es jede Menge Anbieter – aber so richtig gefallen hat und keiner davon für unsere Kunden. Also haben wir kurzerhand selbst eine Extension entwickelt, die alle Optimierungen umsetzt, über die du gerade gelesen habt.  

Unsere Checkout Lösung basiert auf jahrelanger Erfahrung im E-Commerce, aktuellen Trends und Entwicklungen sowie einem ausführlichen Research zu Best-Practice Lösungen im Checkout-Bereich. Unter anderem haben wir die aktuellen, vom Baymart Institut vorgegebenen Usability Maßnahmen implementiert und darüber hinaus zahlreiche technische Features integriert.

Quellen: